Ein OB und seine DMB-Mietervereinigung.
Skizze
einer innigen Symbiose
Anschließend Briefe an OB Schaidinger
Dank großzügiger Unterstützung des OB Schaidinger (CSU), wurde der Heizkosten- und Betriebskostenspiegel für die Mietervereinigung aufgelegt. Die Daten lieferte natürlich nicht Herr Schindler und sein Verein, sondern mit über 14.000 Wohnungen die Stadtbau GmbH und 13 andere Wohnungsunternehmen. Hinzu kommen noch vermutlich illegal erworbene Daten aus der Regensburger Mietspiegelbefragung. Durch Täuschung der Befragten wurden die Daten für die Betriebskosten an einen privaten Verein weiter gegeben, der diese politpropagandistisch (es ist ja Wahlkampf) verwertete. Das angeblich unabhängige EMA-Institut verwurstelte das Ganze zum Betriebskostenspiegel. Die Initiatoren benutzten eine von der Stadt durchgeführte Untersuchung für private Zwecke. Die Ersteller des Betriebskostenspiegels sind nichts anderes als Trittbrettfahrer.
Die auf die schnelle zusammen gezimmerte Untersuchung wurde mit Hilfe des OB
benutzt, um Regensburg zum ·Leuchtturm· zu machen. Dass
der Betriebskostenspiegel keinesfalls repräsentativ ist, schreckte das
EMA-Institut in Sinzing nicht ab. Mit einem erheblichen Aufwand wurde dieser
Unfug ins Internet gestellt und jeder Amtsrichter in Regensburg erhielt einen
Ausdruck davon auf seinen Schreibtisch.
Einiges
über die Qualitätsuntersuchung:
Aufzug: ·...Ein einziger signifikanter Einfluss hat auf die
Kosten des Aufzugs die Gebäudegröße. Je größer das
Gebäude, desto niedriger werden die Kosten bezogen auf den Quadratmeter..·.
Die Ersteller des Betriebskostenspiegels übersehen, dass ein wesentlicher
Einflussfaktor bei den Aufzugskosten das Alter des Aufzugs ist. Mit zunehmendem
Alter verkürzen sich die Wartungsintervalle und steigen die Betriebskosten.
Zudem ist gerade beim Aufzug zu prüfen, ob bei den angegebenen Kosten (wie
sehr häufig) Reparaturen enthalten sind.
Gartenpflegekosten:
·Größere Gebäude weisen niedrige Kosten für die
Gartenpflege auf, bei kleineren Gebäuden sind die Kosten dagegen
höher.·
Hier ist den ·Wissenschaftlern· dringend zu raten sich einmal
mit technischer und kaufmännischer Hausverwaltung zu befassen. Zunächst
ist zu prüfen, ob Gartenpflegekosten in voller Höhe in diesem Konto
oder aber bei anderen Betriebskosten als Aufwand verbucht werden. Tatsache ist,
dass bei steigenden Gebäudeflächen auch die Kosten der Gartenpflege
mitsteigen, da die Grundstücksflächen größer werden. Zusätzlich
spielt die Lage des Gebäudes eine erhebliche Rolle. Vollkommener Unfug
ist es, durch oben genannte Datenstreuung eine Gerade zu legen.

Gute Wohnlage in Regensburg
Der Hauseingang ist Dank der Straßenlaterne gut beleuchtet
Hausmeister/Hauswart:
Kleinere Gebäude weisen niedrigere Kosten für Hausmeister auf,
als im Schnitt, bei größeren Gebäuden sind die Kosten zum Teil
extrem höher.
Auch hier gilt, dass die Organisation und technische Verwaltung der zugrunde gelegten Objekte zu beachten ist. Da der größte Teil der Daten von der Stadtbau Regensburg stammt, kann festgestellt werden, dass die angefallenen Hausmeisterkosten immer entsprechend auf die einzelnen Positionen Straßenreinigung, Gartenpflege, Heizungswartung etc. verbucht werden.
Aus diesem Grunde ist der Aussagewert aus dieser Untersuchung lediglich eine Propagandaveranstaltung.
Im Gegenzug
dazu ist Herr Schindler, Vorsitzender der Mietervereinigung, ohne Skrupel bereit,
nicht nur seinen Parteifreunden, sondern auch den Mietern in den Rücken
zu fallen, um diese zu schwächen. Bekanntlich hat sich die Stadtbau GmbH
wegen der Sanierung von etwas mehr als 700 Wohnungen erheblichen Verpflichtungen
ausgesetzt. Die Stadtbau hat jährlich 5,5 Mio. Mark an Mieteinnahmen und
zusätzliche Fördergelder an die Berliner Sanierungsfirma abzuführen
und das mit einer Bindungsfrist von 50 Jahren. Ein Rückkauf nach
25 Jahren ist zwar möglich, hierfür hat die Stadtbau jedoch über
30 Mio. Mark zu bezahlen. Wir erlauben uns hier die Frage zu stellen, wie diese
Wohnungen nach 25/50 Jahren aussehen?
Die Modernisierung der Stadtbauwohnungen kann wohl eher als eine Instandsetzung
auf die Schnelle betrachtet werden. Das Risiko des Leerstandes trägt
die Stadtbau. Der Gewinn geht nach Berlin.
Das Ende der Stadtbau als kommunales Unternehmen dürfte somit nur noch eine Frage der Zeit sein. Letztendlich werden die Mieter mit entsprechenden hohen Mieten dieses Fondsmodell ausbaden müssen.Ein Verantwortlicher, der Geschäftsführer Martin Daut der Stadtbau GmbH, stand wegen dieser Sanierungskonzeption zur Disposition, wobei es um die Vertragsverlängerung ging. Die Mehrzahl der Aufsichtsratmitglieder der Stadtbau, darunter 2 CSU-Stadträte wollten den Vertrag nicht verlängern. Da sprang der Mietervereinigungsvorsitzende und der SPD-Stadtrat, Kurt Schindler, seinem OB zur Seite und stimmte für eine Vertragsverlängerung, so dass auch die beiden anderen CSU-Stadträte sich dem nicht mehr widersetzen wollten. Damit hat letztendlich Herr Schindler die umstrittene Sanierungskonzeption entgegen dem Willen seiner Parteifreunde und entgegen dem dauernden Nutzen der Mieter der Stadtbau abgesegnet.
Immer deutlicher wird, dass Herr Kurt Schindler nur für seine Karriere arbeitet. Mieterinteressen werden diesem Ziel untergeordnet. Notwendigerweise ist er deswegen gezwungen, sich den Mächtigen dieser Stadt anzudienen. Wie er seine Parteifreunde im Stich lässt, so sind ihm auch die Mieter dieser Stadt gleichgültig.
| Brief an OB Schaidinger - 29.11.2001 | ||||||
| Der Regensburger Betriebskostenspiegel 2001 | ||||||
| Brief an OB Schaidinger - 21.12.2001 | ||||||
| Antwort auf Schreiben vom 11.12.2001 | ||||||
| Brief an OB Schaidinger - 10.01.2002 | ||||||
| 1. Regensburger Betriebskostenspiegel | ||||||