Freche Mieterhöhungen in der
Ganghofer – Siedlung gescheitert.
Mieterverein siegt gegen unheilige Allianz von
Schaidinger, Schindler und IGEWO
Da
half der Vermietergesellschaft IGEWO auch die massive Argumentationshilfe
durch die Herrn Schaidinger und Schindler nichts. Ihre Klage
gegen acht Mitglieder unseres Mietervereins auf Zustimmung zu der 25%igen
Mieterhöhung wurde von den Regensburger Richtern als unbegründet abgewiesen.
Die IGEWO befand sich offensichtlich in äußerster Beweisnot für die Berechtigung einer solchen exorbitanten Erhöhung. Aus Verzweiflung zitierte sie in ihrem letzten Schreiben vom 07. 02. 01 die Argumente der Stadt und von Herrn Schindlers Mietervereinigung: „Entgegen der Aussage des Mietervereins Regensburg in der Pressemitteilung der MZ haben der Großteil der Mieter Zustimmung zur Mieterhöhung erteilt. Die angezweifelte „Gute Lage“ begründen wir wie folgt: Seitens des Stadtplanungsamtes sowie des Denkmalamtes wird seit Jahren auf die Wichtigkeit sowie auf die gute Lage der Ganghofer – Siedlung hingewiesen. In unseren Verhandlungen mit der Stadt wird immer wieder von der „Grünen Lunge“ gesprochen. Uns liegt ein Schreiben des Deutschen Mieterbundes, Mietervereinigung Regensburg vom 23. 07. 1999 vor, in dem ausdrücklich die gute Lage der Ganghofer – Siedlung bestätigt wird. In einem Schreiben vom 27. 01. 2001 des DMB, Mietervereinigung Regensburg, wird zudem mitgeteilt, dass die Begründung lt. Mietspiegel im Wesentlichen zutreffend ist.“
Auch vor Gericht fiel der Vermieterseite nichts Gescheites ein. Mit OB Schaidinger unterstrich sie ihr Argument, dass es sich hier um ein „einmaliges Stadtquartier“ handeln würde. Derartige Formulierungen zeigen, dass wohnungspolitische Grundkenntnisse wohl nur sehr rudimentär vorhanden sind. Wenn man bei dieser Siedlung auch noch von „Grüner Lunge“ spricht, so ist das schlicht weltfremde Schwärmerei.
Das einmalige
Stadtquartier mit seinen Grünfläch
Die Richter mochten jedenfalls die Ganghofer – Siedlung nicht als gute Wohnlage einstufen und schlossen sich damit der realistischen Auffassung unseres Mietervereins an.
Dieses Schreiben ist im Zusammenhang mit dem Fall Klaus Knapp verfasst worden. Dieser wurde in der MZ vom 25.08.99 dann entsprechend „abgewatscht“. Er, dem zunächst etwas über Mietwucher vorgemacht worden war, erhielt dann vom Schindlerverein die Fesseln angelegt. „Ein Ortstermin hätte uns doch nichts gebracht...... Es ist zwar richtig, dass seine Miete über dem Regensburger Mietspiegel liegt, aber eben nur leicht.....Wir können ihn doch nicht in einen Prozess reinschicken, dessen Ausgang in Gottes Hand liegt...“
Derartig schwammige Ausreden zeugen von wenig Engagement. Richtig dürfte lediglich Schindlers düstere Ahnung sein: „Da kommt noch einiges auf uns zu“. Der Erfolg unserer acht Mitglieder wird sich ja wohl unter den verbleibenden Mietern, welche die Erhöhung akzeptiert haben, herumsprechen, und diese werden sich ihre Gedanken machen können über den Unterschied einer Interessenvertretung durch Herrn Schindler und durch unsere Mieterverein.

Schnuckeliges
Villa-Häuschen mit Fichten (grüne Lunge)
im Hintergrund am rechten Haus sichtbar das schöne Gaubenfenster der
Küche im OG
Aus Mietersicht ist es letztendlich tröstlich, dass die Vermietergesellschaft Argumente von Herrn Schindler vortrug – bei so viel Mangel an Sachkompetenz musste sie damit vor Gericht scheitern.
Nebenbei sei bemerkt, dass die Verfahren nicht nur rechtskräftig gewonnen wurden, sondern dass die Auseinandersetzung auch keine Kosten verursacht hat.